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Hintergrund

 UNO-Weltwasserwoche: Gegründet, um Verantwortung zu tragen

Seit den Anfängen von «Das blaue Wunder» hat Ernst Bromeis Veranstaltungen im Rahmen des jährlich stattfindenden UNO-Weltwassertags am 22. März initiiert. Mit der Gründung der UNO-Weltwasserwoche übernahm Bromeis 2013 als Organisator zusammen mit der Tourismusdestination «Engadin Scuol Samnaun» die Verantwortung «vor Ort» für ein lokal wie global brisantes Thema: Das gerechte Wassermanagement.

«Das Privileg, an der Quelle zu leben, bringt uns dazu, zu reflektieren, dass es „nur“ Glück ist, an diesem Ort geboren worden zu sein. Dessen bewusst, verpflichtet es uns Brücken von unserem fliessenden Überfluss in die weniger mit Wasser gesegnete Welt zu schlagen», fasst Ernst Bromeis zusammen. Mit der UNO-Weltwasserwoche will er einen Bogen zwischen der Unterengadiner Wasserkultur und den globalen Herausforderungen zum Thema Wasser schlagen.

Bromeis ist nicht einfach ein Kämpfer gegen Windmühlen: Er akzeptiert, dass globale, wirtschaftliche und politische Zusammenhänge existieren, mit denen man heute leben muss. «Unsere Welt ist globalisiert – das ist eine Tatsache. Die Abhängigkeit von übergeordneten Entscheidungen, welche das Leben aller betreffen und die Ströme auf dieser Welt lenken, verbindet Menschen auf allen Kontinenten. Wirtschaft, Politik, Umwelt – ja selbst der Sport oder die Kultur – sind heute Themen, die weltweit betrachtet werden müssen.»

Fallen Entscheidungen weltweit, stellt sich die Frage nach den Gestaltungsmöglichkeiten des Einzelnen. Und – im Umkehrschluss - nach seiner Verantwortung: «Kann ich als einzelner Mensch mitgestalten oder bin ich nur ein Tropfen auf einem heissen Stein?», fragt Bromeis. «Oder muss ich sogar selber Verantwortung übernehmen und darf die Entscheidungen nicht einfach „nach oben“ delegieren?»

«Was uns Menschen verbindet, ist die Abhängigkeit vom Wasser.»

Seit 2007 ist der Ausdauerathlet selbständiger Wasserbotschafter. Mit seinen Expeditionen als Langstreckenschwimmer schafft er Aufmerksamkeit für sein Element, das Wasser. Wasserbotschafter zu sein, ist seine Form, Verantwortung zu übernehmen. «Ich bin überzeugt, dass ich Verantwortung übernehmen muss für das, was ich tue, denn ich bin überzeugt, dass mein Tun an „meinem“ Fluss das Leben „weiter unten“ beeinflusst.»

Die Veranstaltungen der UNO-Weltwasserwoche stehen im Zeichen der Verantwortung jedes Einzelnen und der Verantwortung ganzer Gesellschaften für das sensible Thema Wasser. «Verantwortung teilen, aber auch Verantwortung tragen. In einer globalisierten Welt muss die Verantwortung geteilt sein, damit wir als einzelne nicht unter gehen, aber vor meiner eigenen Haustüre muss ich selber Verantwortung tragen», schliesst Bromeis.

 

Im Rahmen dieser UNO-Weltwasserwochen werden Brücken in die Welt geschlagen, unter anderem mit bekannten Persönlichkeiten:

2013:   Jean Ziegler, UNO-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung

2014:   Claude Nicollier, Schweizer Astronaut mit Blickerfahrung auf den blauen Planeten

2015:   Die 3. UNO-Weltwasserwoche findet vom 21. – 27. März 2015 in Scuol statt. u.a. mit Alt-Bundesrat Moritz Leuenberger

www.uno-weltwasserwoche.ch

 

«DAS PRINZIP ALLER DINGE IST DAS WASSER, DENN WASSER IST ALLES UND INS WASSER KEHRT ALLES ZURÜCK.»
- Thales von Milet, griechischer Philosoph, Mathematiker und Astronom

Pol des Wassers – Pol des Lebens: Ein Weltwasserzentrum in den Alpen

Seit 2013 verfolgt Ernst Bromeis das Ziel der Gründung eines Weltwasserzentrums. Der Ort soll – bildlich gesprochen – die Wassermeridiane dieser Welt an einem Punkt zusammenführen: dem «Pol des Wassers». Im Weltwasserzentrum werden die vier Hauptthemen des «Blauen Wunders» diskutiert und erlebbar gemacht.

  • Wasser als Menschen- und Lebensrecht
  • Wasser als allgemeine Existenzgrundlage
  • Wasser und seine Klimarelevanz
  • Die «Zerstörbarkeit» oder «Verletzlichkeit» von Wasser

Das Weltwasserzentrum ist Bildungs- und Seminarort, um Lösungsansätze in der lokalen wie globalen Wasserbewirtschaftung zu suchen und zu finden.


Schwerpunktthemen

Das Meer, die Quellen, die Seen und Flüsse bilden die Basis für wechselnde, sich ergänzende Schwerpunktthemen. Neben der Grundausstellung sind jährlich wechselnde Sonderschauen geplant, die einen zentralen Aspekt herausgreifen und die Brücke schlagen zwischen dem Wasser in lokalen und globalen Zusammenhängen. Wasser und Energie, Wasser und Ethik/Menschenrechte, Wasser und Katastrophen oder Wasser und Ernährung sind eine Auswahl an Themenfeldern.


Wissensvermittlung

Die Vernetzung mit aktuellem Wissen wird gross geschrieben. Der Einsatz neuer Medien ermöglicht einen globalen Dialog und somit den Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen den Besucherinnen und Besuchern des Weltwasserzentrums und den weltweit betroffenen und tätigen Playern. Als mögliche Dialogpartner gelten: Umweltorganisationen, Forschungsstationen, Universitäten, die Wasser-Privatwirtschaft, Schulen und Museen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt bei der Wissensvermittlung für Kinder.


Archivierung

Das Weltwasserzentrum «Pol des Wasser – Pol des Lebens» ist Erlebniswelt, Wissensort, Dialogzentrum, Bildungsplattform und Denkwerkstatt in einem. Und es will darüber hinaus als Archiv wirken. Denn all das Wasser-Wissen, das über Ausstellung und Sonderschauen, im Dialog mit Partnern, bei Tagungen und Anlässen von Fachleuten und Laien generiert wird, soll in analoger und digitaler Form gesammelt und der interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. 


www.pro-büvetta-tarasp.ch/verein/nutzung/

Broschüren sind erhältlich bei Engadin Scuol Tourismus

+41 81 861 88 00 — info@engadin.com